Servus NATO, servus EU

Servus NATO, servus EU

„Krieg ist ein Ort, an dem junge Menschen, die sich nicht kennen und sich nicht hassen, sich gegenseitig töten, basierend auf Entscheidungen alter Menschen, die sich kennen und sich hassen, sich aber nicht gegenseitig töten… „
Paul Valéry

Mit der Ukraine und Georgien sollte die NATO-Osterweiterung vorläufig abgeschlossen werden. Mit dem Eintritt in die Europäische Union war auch der Eintritt in die NATO programmiert. Mit dieser Erweiterung sollte der Druck auf die Russische Föderation erhöht werden, und das weit vor 2014.

Diese Erweiterung der NATO und der EU ist nun nicht nur in weite Ferne gerückt, sondern auch beendet. Der Krieg in der Ukraine ist für den Westen verloren. Die gewählte Regierung in Georgien hat sich, trotz massiver Einflussnahme der EU und Deutschlands, dagegen entschieden (1).

Mit der Verabschiedung der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten von Amerika im November 2025, hat der Präsident der USA Donald Trump Amerika an Erste Stelle gestellt. Mit dieser geänderten Monroe-Doktrin ist Europa an Zweite, oder sogar an Dritte Stelle gesetzt. Die USA haben erkannt, dass der Krieg in der Ukraine gegen Russland nicht zu gewinnen ist. Donald Trump hat sich mit dem Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin vor dem Alaska-Treffen, bei dem Treffen und in den darauffolgenden Telefongesprächen verständigt.

Wladimir Putin hat Donald Trump seine Ziele erklärt: Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine. Diese Ziele dienen dem Schutz der Gebiete, die seit dem Maidan-Putsch 2014 Angriffziele waren und mit den Referenden seit 2022 zur Russischen Föderation gehören: Der Donbass, also Lugansk und Donezk, Saporoschje und Cherson. Die Krim ist seit dem Referendum 2014 Teil der Russischen Föderation. Nachdem im März 2022 die Ukraine die in Istanbul ausgehandelten Friedenspapiere nicht ratifiziert hat, ging der bereits 2014 von der Ukraine begonne Krieg weiter. Nun geht es nicht nur um die genannten Gebiete, sondern auch um Charkow, Dnipro, Nikolajew und Odessa. Odessa auch deshalb, um zu verhindern, dass wie in der vergangen Monaten und Jahren, Waffen in großen Mengen weiter in die Ukraine gelangen. Damit ist dann auch eine ausreichend große Pufferzone erreicht.

Der amerikanische Präsident hat erkannt, dass er den russischen Präsidenten von diesen Zielen nicht abbringen kann, weder mit Argumenten, noch mit Androhung von Sanktionen oder militärischen Mitteln. Donald Trump musste verstehen, dass das Erreichen der von Wladimir Putin definierten Ziele für die Sicherheit und die Souveränität der Russischen Föderation lebensnotwendig sind. Die Eliten der EU und der NATO haben dazu eine andere Meinung. Sie wollen den Krieg in der Ukraine immer noch fortsetzen und auch gewinnen.

Donald Trump denkt auch an eine Ukraine danach. Er weiß, dass er von Russland nicht nur Uran für seine AKW weiter bekommen kann, sondern auch andere Rohstoffe. Diese Rohstoffe haben die USA in der Vergangenheit im Schlaf verfolgt. Die USA mussten einsehen, dass diese Rohstoffe nicht im Kampf zu erreichen sind. Es bleibt nur der friedliche Weg mit Handelsabkommen und US-amerikanischer Investoren. Investoren sind in Russland zu russischen Bedingungen willkommen. Wenn es für Donald Trump doch im Hintergrund um die alten Gründe, Beherrschung Russlands, gehen sollte, dann ist der Deep State hinter Trump, sehr schlecht beraten. Dieses Ziel ist nicht erreichbar für die USA oder der EU.

Den Europäern, ihren Eliten, ist diese Denkweise völlig fremd. Die NATO, allen voran der Generalsekretär Mark Rutte, predigt den Krieg von allen Kanzeln. Bei den europäischen Staatsmännern gehen Friedrich Merz, Emmanuel Macron und Keir Starmer voran. Sie wollen den Krieg in der Ukraine fortführen. Ich denke dabei an die drei blinden Mäuse, ein altes englisches Kinderlied. Ihre Kinder werden in der Ukraine nicht sterben. Europa lässt die Ukraine bis zum letzten wehrfähigen Ukrainer verbluten und sterben. Die ukrainischen Männer, die deshalb sterben werden, sind für die Ukraine, für die Zukunft der Ukraine verloren.

Haben Europas Eliten zu lange unter der Atlantik-Brücke geschlafen? Europa verzichtet endgültig in 2027 auf die letzten Lieferungen von Öl, LNG und Erdgas aus Russland. Europa kann nur dann gerettet werden, wenn die derzeitigen Eliten nicht mehr das Sagen haben. Dies wird bald der Fall sein. Europa stagniert, befindet sich im freien Fall. Europa wird sich erst dann wieder erholen, wenn die Konkurrenzfähigkeit mit ausreichender Energie, zu Preisen vor dem Ukraine-Konflikt, gesichert ist.

Die Europäer sind dabei aufzuwachen und sich mit zukünftigen Wahlen von den derzeitigen Eliten zu trennen. Dies wird nicht einfach sein. Die vergangenen und derzeitigen Eliten halten sich für die Neue Bürgerschaft. Sie klammern sich an ihre Ideologien wie an eine Religion, wie die Verhaltensweise des früheren Klerus (2).

1   Nach den Wahlen in Georgien im November 2024, haben Parlamentarier aus 8 EU-Ländern sich an den Demonstrationen gegen die gewählte Regierung beteiligt. Aus Deutschland war Michael Roth,der damalige SPD-Abgeordnete und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses dabei. Er hat sich als Redner gegen die frei gewählte Regierung hervorgetan. Dieses ist der Link zu diesem Video:
https://www.youtube.com/watch?v=zwkAmQEGptE
2  Helmut Schelsky hat dies bereits 1974 in seinem Buch „Die Arbeit tun die anderen – Klassenkampf und Priesterschaft der Intellektuellen“ – beschrieben.