„Das größte Problem in der Geschichte der Menschheit ist, dass die Leute die die Wahrheit kennen, den Mund nicht aufmachen und diejenigen, die von nichts eine eine Ahnung haben, bekommt man einfach nicht zum schweigen“
Tom Waits

Ich bin kein Wissenschaftler, also kann ich auch über das Thema „Gesellschaft“ keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben oder Sie belehren …

… sondern meine Gedanken ordnen, recherchieren und dabei mein Wissen vertiefen, meinen Horizont erweitern. In den folgenden Beiträgen wird das dann das Bild der Gesellschaft aus meiner Sicht sein.

„Gesellschaft bezeichtnet in der Soziologie eine durch unterschiedliche Merkmale zusammengefasste und abgegrenzte Anzahl von Personen, die als sozial Handelnde (Akteure) miteinander verknüpft leben und direkt oder indirekt sozial interagieren. Gesellschaft bezieht sich sowohl auf dieMenschheit als ganzes (gegenüber Tieren und Pflanzen) als auch auf bestimmte Gruppen von Menschen, beispielsweise auf ein Volk oder Nation …
In der aktuellen Sozialwissenschaft wird die Bezeichnung oft mit ungenauer Bedeutung verwendet …
Der Gesellschaftsbegriff in der Ethnologie bzw. Anthropologie sowie im Staatsrecht wird jeweils anders definiert und verwendet als in der Soziologie. Theoretisch befasst sich die Gesellschaftstheorie mit dem soziologischen Begriff der Gesellschaft … „
verkürzt nach Wikipedia

Ich bin kein Profi-Autor, deshalb musste ich auch die Definition für Gesellschaft aus Wikipedia übernehmen. Ich betrachte hier den Begriff Gesellschaft aus soziologischer Sicht. Für mich bedeutet Gesellschaft ganz einfach die Form und Art des Zusammenlebens von Menschen in einer sich gegebenen Ordnung und Umgebung.

Dabei sind die Menschen sehr unterschiedlich sozialisiert. Durch Religionen und Ideologien, Kindheit und Umgebung, bildungsnah oder bildungsfern, sozial oder asozial (1), pathisch oder normophatisch (2), selbstbestimmt oder fremdbestimmt, narzisstisch, empatisch, soziophatisch oder auch als Psychophat, ehrlich, korrumpierbar oder schon korrupt …

Für mich bedeutet Gesellschaft die Form und Handlung, wie Menschen in einem Staat, als eine Nation, leben. Wie der Saat mit ihnen lebt und für sie, und zu ihrem Wohl handelt. Die Menschen sind der Staat, sie geben mit den Beschlüssen der von ihnen gewählten Volksvertretung der Regierung einen Auftrag. Die Regierung hat im Rahmen dieses Auftrags zu handeln, im Inneren und Äußeren, und nur im Rahmen dieses Auftrags. Diesen Auftrag nennen wir dann Gesetze, an die alle, aber auch alle, gebunden sind. Auch die Regierung, denn die Regierung ist nicht der Staat, das Volk ist der Staat, eine Nation.

Allerdings kommt es vor, dass die gewählte Volksvertretung nicht zum Wohl des Volkes, nicht im Rahmen des Grundgesetzes, Gesetze beschließt oder bestehende Gesetze ändert. Darüber haben das Bundesverfassungsgericht und der Bundesgerichtshof zu wachen und über Klagen zu entscheiden. Die Volksvertretungen und Gerichte sind wiederum mit Menschen besetzt. Richter werden ernannt. Die Entscheidungen dieser Institutionen hängen davon ab wie diese Menschen sozialisiert sind oder sozialisiert werden.

Gesellschaft findet überall statt. In der Partnerschaft, in der Familie, in Vereinen, in Gemeinden und Städten, in Ländern und Saaten, und damit auch in der Politik. So auch in den Parteien. Sozialisiert, bildungnah oder bildungsfern, sozial oder asozial, pathisch oder normopathisch, selbstbestimmt oder fremdbestimmt, empatisch, soziophatisch oder psychopatisch, ehrlich oder korrupt …

Diese, auf diese Weise sozialisierte Gesellschaft erleben wir jeden Tag. In der Politik, in den TV-Sendungen und in den Printmedien. Und diese Gesellschaft wird auch von jenen Menschen geprägt, wie sie von Tom Waits gesehen wird. Es sind auch jene Menschen die in ihrer Position, oder auch schon vorher, die Grenze der eigenen Inkompetenz erreicht haben oder erreichen werden. Sie sind zum Teil auch deshalb dahin gekommen, weil sie jemanden dienen. Dieses Dienen ist kein dienen, sondern eine Unterwerfung, Korrumpierung oder eine Ersatz-Religion. Das ist dann nicht mehr normophatisch, das nenne ich dann krank.

(1) asozial im Sinne gegen die Gesellschaft gerichtet, unfähig zum Leben in der Gemeinschaft, sich nicht in die Gemeinschaft einfügend; am Rand der Gesellschaft lebend. Damit meine ich nicht die schwächsten Glieder in der Gesellschaft.
(2) mit „Normopathie“ ist eine Anpassung einer Mehrheit von Menschen einer Gesellschaft an eine Fehlentwicklung, an pathogenes psychosoziales Verhalten gemeint, dessen Störung nicht mehr erkannt und akzepiert wird, weil seine Mehrheit so denkt und handelt.
Hans-Joachim Maaz, Psychologe und Psychotherapeut

Wer immer mit dem Strom schwimmt, wird eines Tages im Ozean verschwinden
Suzanne Kuhlmann