Donald Trumps Sturm auf Insel Kharg

Führe niemals einen Krieg, den du nicht gewinnen kannst
aus Sun Tzu Ping Fa

Am 28. Februar 2026 haben die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel die Islamische Republik Iran wieder angegriffen, überfallen. Das geschah, obwohl Tage vorher Gespräche zwischen dem Iran und den USA stattfanden und ein weiteres Gespräch bevorstand.

Der Iran hat die Straße von Hormus für Schiffe geschlossen, die keine Genehmigung zur Durchfahrt haben. Diese Straße, eine Meerenge, ein Nadelöhr,  ist der einzige Zugang zum Persischen Golf. Inzwischen liegen tausende Frachter, Öl- und Flüssiggastransporter dort vor Anker. Die wirtschaftlichen Folgen dieser Transportsperre für die Weltwirtschaft sind bekannt. Die westlichen Eliten geben die alleinige Schuld dem Iran.

Donald Trump, der derzeitige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist sehr erzürnt, nein, äußerst wütend über die iranischen Maßnahmen. Der Beginn einer US-Bodenoperation gegen die Insel Kharg, die zentrale Drehscheibe für Irans Erdölexporte, könnte unmittelbar bevorstehen – jedenfalls wurden die Pläne dafür ausgearbeitet, behauptet ein Journalist des „Wall Street Journal“ mit Verweis auf US-Abgeordnete. Mindestens drei republikanische Kongressabgeordnete, darunter die Vorsitzenden der Streitkräfteausschüsse des Repräsentantenhauses und des Senats, lassen durchscheinen, dass eine Bodenoffensive in Iran geplant ist und bald beginnen könnte.“

„5000 Marines und 6 Schiffe nähern sich Irans Energieinsel“, das ist die Schlagzeile von Focus am 27. März 2026. Die Schiffe und die Marines sollen in Bewegung gesetzt worden sein, von  Singapur und Diego aus. Diese Einheiten sind laut CNN auf Landungen, Überfälle und Angriffsmissionen spezialisiert – und gelten als die wahrscheinlichsten Kräfte für eine mögliche Operation gegen Kharg. US-Experten warnen laut dem Bericht jedoch: Eine solche Bodenoperation könnte eine große Zahl amerikanischer Verluste fordern.

Laut „New York Post“ handelt es sich bei beiden Gruppen um Expeditionseinheiten mit jeweils rund 2500 Marines an Bord. Damit sind insgesamt etwa 5000 US-Marines auf dem Weg in die Gewässer nahe Iran.

US-Präsident Donald Trump verfolgt laut „New York Post“ mit dieser Verlegung das Ziel, die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder für die internationale Schifffahrt zu öffnen. Im Interview mit Fox-News-Moderatorin Martha MacCallum erklärte er, er brauche „Zahlen“, also ausreichend eigene Kräfte in der Region, um den Seeweg zu sichern.

Ich bin nur ein einfacher Bürger, der zwar als Wehrpflichtiger gedient hat, also nicht als Chief of Staff. General Caine, der US-Chief of Staff sollte doch Donald Trump von diesem Vorhaben abraten. Donald Trump ist bekanntlich beratungsresistent, er macht was er will – heute so und morgen so. Wie kann eine US-Interventions-Gruppe von sechs Schiffen und 5000 Soldaten die Insel Kharg einnehmen? Die erste Frage ist, wie sollen sie überhaupt in die Nähe dieser Insel kommen? Durch die Straße von Hormus! Diese Meerenge ist bekanntlich der einzige Weg in den Persischen Golf. Ich bezweifle, dass sie die Durchfahrt schaffen, denn sie sind bereits in der Reichweite der iranischen Drohen und Raketen. Dann haben Sie noch einen Weg von rund 750 km vor sich. Sie müssen nun schon wieder etwa zwei Tage in Reichweite der iranischen Drohnen und Raketen fahren.

Also werden Sie ihr Ziel nie erreichen. Wenn diese Schiffe und Soldaten ihr Ziel doch erreichen sollten, wie wollen sie dann anlanden? Wie Amerikaner und Briten im Zweiten Weltkrieg in der Normandie? Die Insel Kharg ist eine Felsen-Insel. Die Soldaten und die Schiffe werden diese Expedition nicht überleben. Donald Trump wird trotzdem weitermachen, weitere Menschen werden ihr Leben verlieren. Dies ist aber kein Deal, Trump geht scheinbar über Leichen. Dies ist ein Krieg, der nach der amerikanischen Verfassung vom Kongress nicht genehmigt worden ist. Darüber wurde im Kongress nicht abgestimmt. Das sagt schon aus, in welchem Zustand die Vereinigten Staaten von Amerika sind. Nicht nur unter diesem Präsidenten.

Ajatollah Ali Chamenei ermordet!

Ein Mörder ist ein Mörder. Das sagt das Gesetz
 

Nachricht vom 17.06.2025  14:24 Uhr

Israel droht mit Tötung: Chamenei könnte dasselbe Schicksal ereilen wie Saddam Hussein ereilen

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz warnte Irans geistliches Oberhaupt, Ayatollah Ali Chamenei, dass er dasselbe Schicksal wie der ehemalige irakische Staatschef Saddam Hussein erleiden könnte. „Ich warne den iranischen Diktator davor, weiterhin Kriegsverbrechen zu begehen und Raketen auf israelische Bürger abzufeuern“, sagte Katz vor hochrangigen israelischen Militärs. Das berichtet der Sender Sky News.

Und nun diese Nachricht:

1.03.2026  07:09 Uhr

Iranische Medien bestätigen: Ajatollah Ali Chamenei, der Oberste Führer des Iran tot

Die iranischen Staatsmedien haben den Tod des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Den Tod des 86-Jährigen vermeldeten das Staatsfernsehen und die staatlichen Nachrichtenagenturen Irna und Fars am frühen Sonntagmorgen. Er sei als „Märtyrer“ getötet worden. Die Todesursache nannten sie nicht.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social verkündet, dass Chamenei bei den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran getötet worden sei.

Er starb bei einem Angriff von USA und Israel auf die Residenz/sein Büro in Teheran. Der Angriff fand am früh Morgen des 28. Februar 2026 statt (gegen 08:10 Uhr Ortszeit IRST).

Das waren die Nachrichten.

Diese Nachricht ist keine gewöhnliche Nachricht. Sie ist nicht eine Nachricht über den Tod eines Führers, Präsidenten, Premierministers, Ministerpräsidenten oder Kanzlers, oder wie sie bezeichnet werden mögen. Es ist die Nachricht über den Tod des Führers der Schiitischen Gläubigen im Iran und im Nahen Osten. Ja, Ali Chamenei ist dieser Führer. Ali Chamenei ist nach Ajatollah Ruhollah Chomeini seit 1989 der Führer, den die Schiiten als geistigen und weltlichen Führer anerkennen. Das hat auch seine Gründe. Er beherrschte vier Sprachen, darunter auch Englisch fließend. Er las als junger Mann aber auch zahlreiche Romane und führte später Die Elenden von Victor Hugo als das Werk an, das ihn am meisten beeindruckt habe.

Ali Chamenei hatte sich nicht versteckt, er war in keinem Bunker. Es war ihm bewusst, dass die USA und Israel wussten wie sein Tagesablauf und seine Gewohnheiten waren. CIA und Mossad hatten Gelegenheit dies über Jahre Monate herauszufinden. Es waren genügend Agenten und Spione der ausländischen Geheimdienste CIA, Mossad, MI6 und vermutlich auch des deutschen BND im Land. Satellitenaufnahmen in Echtzeit und gehäckte Systeme sind weitere Hilfsmittel. So kann man auch Mobilfunknetze stören und Überwachungskameras in ganzen Stadtbezirken kontrollieren. Die in vielen Filmen gezeigten Methoden sind heute kein Science-Fiction mehr, es sind die Gepflogenheiten der Geheimdienste.

Ali Chamenei hat es bewusst hingenommen, dass er getötet wird, und mit ihm auch engste Berater und Mitarbeiter, wahrscheinlich auch Familienmitglieder. Mit der iranischen Verfassung sind alle Wege zur Neubesetzung seines Amtes als religiöser Führer und als Oberbefehlshaber der Streitkräfte geregelt. Mit dem Mord an Ali Chamenei wurde zwar ein Führer von den USA und Israel beseitigt, aber nicht die Führung des Staates Iran. Ich gehe davon aus, dass Ali Chamenei und der Staat schon vor längerer Zeit seine Nachfolge geregelt hat.

Dies wird nun geschehen. Der Nachfolger und die Regierung des Staates Iran werden den Mord an ihren Führer Ali Chamenei nicht hinnehmen. Nach außen wird es wie Rache aussehen. Das was nun in den nächsten Tagen und Wochen geschehen wird, ist die Antwort auf das Verhalten und der Angriffe der USA und Israels seit 1980. 1980 begann der von den USA finanzierten Krieges des Irak gegen den Iran, gefolgt von Sanktionen und anderen Behinderungen. Dies hat nun ein Ende. Der Iran wird alle 14 Militärstützpunkte der USA in in Bahrain, Jordanien, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman und Saudi-Arabien angreifen, und auch Israel angreifen. Der Iran hat dazu die notwendigen Raketen und Drohnen. Die USA werden sich davon in dieser Region nicht mehr erholen, ob Israel dies in der heutigen Form überleben wird, das ist sehr fraglich.

Dies alles hat große Auswirkungen in der ganzen Welt, auch in den USA selbst. Es sind wirtschaftliche Folgen und es wird auch politische Folgen haben.

Dazu mehr in einem anderen Beitrag.

W. S. – Wollte er Putin umbringen?

Die Kuh ist auf dem Eins, und der Schwanz ist nicht am Ufer
Dänisches Sprichwort abgewandelt

Vom 28. zum 29. Dezember 2025 haben 91 Langstrecken-Angriffs-Drohnen eine Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation angegriffen. Die Residenz ist in Waldai Oblast Novgorod, dem Ort, an dem die jährlichen Gespräche des Waldai-Clubs stattfinden.

Selenskij hat laut Tagesschau vom 29. Dez. 2025 bestritten, dass es ukrainische Drohen gewesen seien. Die Willigen des Westens könnten nun auf die Idee kommen, dass es russische Drohnen gewesen sein könnten. Damit könnte ja Russland zu einem Gegenschlag motiviert sein. Nein, es waren keine russischen Drohnen, es waren ukrainische.

Diese Drohnen wurden zu einem Zeitpunkt abgefeuert, zu dem Selenskij bereits in den USA war. Der amerikanische Präsident hatte ihn zu Gesprächen eingeladen. Vorher war Selenskij noch in Kanada, er hat sich eine Zusage über 2,5 Milliarden Dollar abgeholt. Donald Trump war empört über diese Drohnen-Attacke.

Wie kommt Selenskij auf die Idee eine Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation anzugreifen? Wladimir Selenskij hat zwar bereits am 25. Dezember – während des Weihnachtsfests – ganz unverhohlen seinen Todeswunsch gegenüber dem russischen Präsidenten ausgedrückt. Der Angriff ist nun der Beweis dafür, dass die Entscheidung über das Attentat auf Putin bereits damals von der Kiewer Clique getroffen wurde. Er sprach zwar den Namen Putin nicht aus, aber er konnte in diesem Zusammenhang nur Wladimir Putin meinen. Einige Tage später passiert es dann, Drohnen greifen eine Residenz an. Dies passiert in der Zeit, in der Selenskij auf die Einladung Trumps in den USA ist. Er ist in den USA, in einer Zeit, in der Trump sich um den Frieden bemüht. Ist dies nicht ein Schlag ins Gesicht Donald Trumps?

Selenskij denkt? Denkt er, dass er mit diesen Drohnen die Russische Föderation einschüchtern kann? Denkt er vielleicht, dass er damit eine günstigere Verhandlungsposition erreichen kann? Das wird er damit nicht erreichen. Mit diesem Dohnen-Angriff wird die Ukraine in den nächsten Tagen einem gewaltigen Gegenschlag ausgesetzt sein. Russland wird sicher nun auch seine Poition gegenüber der Ukraine überdenken. Das hat Selenskij erreicht. Er hat sich auf sehr dünnes Eis begeben. Es ist wie mit der Kuh, die aufs Eis geht und der Bauer muss sie retten. Selenskij wird niemand mehr retten können, auch nicht der Präsident der USA.

Selenskij und seine korrupte Clique muss nun beginnen ein Land zu finden, das sie aufnimmt, wenn in den nächsten Wochen die Oberbefehlshaber der Armee kapitulieren. Es wird keine Verhandlungen geben, nicht mit Selenskij oder den Willigen der Europäischen Union. Ich denke, der Präsident der USA weiß das. Der Präsident der Russischen Föderation hat es ihm sicher in Alaska und danach gesagt.

Die Aufgabe der Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es.

John Swinton (1829-1901) – US-amerikanischer Redaktions-Chef der New York Times

„Putin und Raisi – Allianz der Parias“ – Sächische Zeitung vom 19. Oktober 2022 „Politik“ auf Seite 4

Dieser Artikel hat mich neugierig gemacht. So bin ich auf diese weiteren Artikel aufmerksam geworden:

„Iran liefert Drohnen an Russland: Allianz der Paria-Staaten“ – Tagesspiegel vom 18. Oktober 2022 online (1)
„Folgen auf die Drohnen aus dem Iran bald Raketen?“ – Augsburger Allgemeine vom 18. Oktober 2022 (2)

Alle drei Artikel haben den Krieg in der Ukraine und angebliche Lieferungen von Drohnen zum Inhalt. Es werden hier, wie auch in vielen anderen Artikeln in Zeitungen, die Formulierungen „angeblich – vermutlich“, also „Genaues weiß man nicht“, verwendet. Ich will hier nicht weiter auf den Inhalt der beiden Zeitungs-Artikel eingehen, denn ich weiß auch nichts.

Bei allen drei Artikeln wird als Autor ein Thomas Seibert angegeben. Die ersten beiden Artikel haben weitestgehend den gleichen Wortlaut. Herr Seibert schreibt nicht nur für die Sächsische Zeitung und für den Tagesspiegel, sondern auch für die Augsburger Allgemeine (2)

Mir ist die Formulierung „Die Allianz der Parias“ und „Allianz der Paria-Staaten“ aufgestoßen. Paria und Paria-Staaten, das sind u. a. Bezeichnungen für Kastenlose, Ausgestoßene und Außenseiter (3).

Wie kommt Herr Seibert zu solchen Vergleichen? Ist Herrn Seibert bewusst, dass er mit diesen Bezeichnungen den Präsidenten der Russischen Föderation, Herrn Wladimir Putin, und Herrn Ebrahim Raisi, den Präsidenten des Staates Iran, beleidigt? Er beleidigt damit nicht nur die beiden Staatsmänner, er beleidigt damit auch die beiden Staaten, und damit auch das Volk Russlands und des Irans.

Ich frage mich: Kennt dieser Thomas Seibert die Bedeutung „Paria“ nicht, oder kennt er die Bedeutung und benutzt „Paria“ absichtlich als Beleidigung. Ich denke, Thomas Seibert kennt die Bedeutung und benutzt „Paria“ absichtlich als Beleidigung für die Staatsmänner und die beiden Staaten Russland und Iran.

Paria dient auch als Bezeichnung für Kastenlose. Sie werden gesellschaftlich gemieden und dürfen nur als unrein angesehene Arbeiten verrichten, darunter fallen auch die Arbeiten, bei denen man mit Blut in Berührung kommt. Zu den Paria können zum Beispiel Schlachter, Straßenfeger oder Wäscher gehören.
Der Begriff Paria wird im Deutschen im Sinne von Ausgestoßener bzw. Außenseiter verwendet.

Thomas Seibert bezeichnet den Präsidenten der Russischen Föderation und den Präsidenten Irans als Kastenlose, Schlachter, Straßenfeger oder Wäscher. Schlachter, Straßenfeger und Wäscher sind ehrenhafte Berufe, das nur am Rande.

Thomas Seibert schreibt auch von Paria-Staaten. Als Pariastaaten werden Staaten bezeichnet, die sich entweder nicht an internationale Gepflogenheiten der Zusammenarbeit im Sinne der internationalen Gemeinschaft (zum Beispiel Vereinte Nationen) hält oder von mindestens einer Großmacht als solche eingestuft wird. Einem solchen Staat drohen internationale Sanktionen, internationale Isolation (also der Ausschluss aus der Weltgemeinschaft) oder sogar die militärische Invasion. Der Begriff steht im Zusammenhang zu dem von George W. Bush geprägten politischen Schlagwort Schurkenstaat. Der völkerrechtliche Grundsatz der Staatengleichheit kennt aber keine „Paria“-Staaten.

So ist es. Eine dieser Großmächte sind die USA. Sie wollen bestimmen wie die „internationalen Gepflogenheiten der Zusammenarbeit“ funktionieren. Andere, die Großmacht sein wollen aber nicht mehr sind, wie z. B. Großbritannien, schließen sich dem an. Schreibt Herr Thomas Seibert im Sinne dieser Staaten? Ich denke schon. Denn das tun viele der heutigen Journalisten.

Diese Großmächte wollen aber nicht erkennen oder anerkennen, dass sich die Verhältnisse geändert haben. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nicht mehr die allein führende Großmacht. Das mag zum Teil noch militärisch sein. Aber wirtschaftlich sind die USA hinter China die Nr. 2!

Nach Statista (4) ergibt sich für das Kaufkraftbereinigte Bruttosozialprodukt in Billionen USD folgende Rangliste (Stand Dezember 2021):

1. China27,21
2. USA23,00
3. Indien10,22
4. Japan 5,61
5. Deutschland 4,86
6. Russland 4,49
20. Iran 1,44
Statista 2021

Großbritannien, Frankreich, Italien und auch Kanada sind zwar noch vor Iran, aber nur im Mittelfeld.

Warum sollten dann auch China und Russland nach der Pfeife der USA tanzen? Weil sie es nicht tun, werden von den USA und der EU Sanktionen erlassen. Um dem Volk dies dann näher zu bringen, braucht man u. a. dann Journalisten die dann diese Männer und Staaten als Paria oder Paria-Staaten bezeichnen. Man muss nicht Verständnis für das haben, was sie tun. Aber man muss die Zusammenhänge verstehen. Dies wollen aber die „Großmächte“ nicht.

Deshalb braucht man Journalisten, die diese Artikel schreiben. Sie schreiben aber nicht nur abschätzige Artikel über diese Personen oder Staaten, sie schreiben auch abschätzig über anderes, was den „Großmächten“ nicht passt. Das bezeichne ich dann als Verwerfung. Die Verwerfung zeigt sich aber auch bei anderen Journalisten. Dies ist aber ein anderes Thema.

Ist Thomas Seibert nicht bekannt was Max Weber und Hannah Arendt über Paria gesagt und geschrieben haben? Ich bin kein Antisemitist, ich distanziere mich von dem Gesagten und Geschriebenen Weber`s und Arendt`s (3):

Max Weber, der Anfang des 20. Jahrhunderts „Paria“ als allgemeinen soziologischen Begriff für Ausgestoßene einführte, bezeichnet die Juden an mehreren Stellen seines Werkes Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen als ein „Pariavolk“:
„Das eigentümliche religionsgeschichtlich-soziologische Problem des Judentums lässt sich weitaus am besten aus der Vergleichung mit der indischen Kastenordnung verstehen. Denn was waren, soziologisch angesehen, die Juden? Ein Pariavolk.“
– Max Weber

Oder:

Hannah Arendt greift den Begriff auf und benutzt ihn ähnlich wie vor ihr der Journalist Bernard Lazare. Angesichts der antisemitischen Dreyfus-Affäre wollte Lazare den jüdischen Paria in einen politischen Kampf gegen die Gesellschaft und den jüdischen Parvenü führen.

Nach Hannah Arendt ist das jüdische Volk ein Pariavolk. Die Juden lebten vor dem 20. Jahrhundert außerhalb der Gesellschaft, waren nicht integriert. Im 19. und 20. Jahrhundert assimilierten sich fast alle Juden im westlichen Europa, wurden aber trotzdem von der Gesellschaft nicht als ebenbürtig anerkannt. Der Paria ist nach Arendt ein Mensch, der wegen seines Andersseins zum Außenseiter gemacht wird und von der Gesellschaft verachtet wird.

Ich will Thomas Seibert nicht die Gesinnung Max Weber und Hannah Arendt im Zusammenhang mit dem Judentum unterstellen. Aber wenn er über Paria oder Paria-Staaten schreibt, dann muss er diese Gedanken kennen. Er ist Journalist. Ich finde diese seine Artikel zu diesem Thema verwerflich und unmoralisch.

Über Journalismus und Medien habe ich meine eigene Meinung. Darüber aber später.

(1) https://www.tagesspiegel.de/politik/iran-liefert-drohnen-an-russland-allianz-der-paria-staaten-8766988.html

(2) https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/ukraine-krieg-folgen-auf-die-drohnen-aus-dem-iran-bald-raketen-id64290126.html

(3) https://de.wikipedia.org/wiki/Paria

(4) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36918/umfrage/laender-weltweit-nach-bruttoinlandsprodukt/